Machbarkeitsstudie und Präqualifikation, 2025/26

Erweiterung Klinik Wysshölzli, Herzogenbuchsee

In Zusammenarbeit mit design alexa blum gmbh und Landschaftsarchitektur erwin erhart ag

Der bedürfniszentrierte Entwicklungsprozess stellt von Beginn an die Menschen ins Zentrum: Patient:innen, Angehörige und Mitarbeitende. Ziel ist eine Architektur, die weit über reine Funktionalität hinausgeht und als aktives Instrument der Therapie wirkt. Aus den Bedürfnissen der Nutzenden werden gezielt räumliche, funktionale und gestalterische Anforderungen abgeleitet, sodass Gebäude entstehen, die Wohlbefinden, Sicherheit, Orientierung und Heilungsprozesse unterstützen. Therapie, Ökologie und Ökonomie bilden dabei die drei zentralen Ebenen, die den gesamten Planungsprozess prägen.

Im therapeutischen Fokus stehen soziale und funktionale Aspekte wie Schutz, Selbstbestimmung, Gemeinschaft, Rückzug und Identität. Die räumliche Organisation schafft differenzierte Übergänge zwischen öffentlichen, gemeinschaftlichen und privaten Bereichen. Evidenzbasierte Farb- und Gestaltungskonzepte sowie sorgfältig eingesetzte Materialien unterstützen Orientierung, Tagesstruktur und emotionale Stabilität. Naturbezüge spielen dabei eine zentrale Rolle: Durch gezielte Sichtachsen, Aussenräume, natürliche Materialien und fliessende Übergänge zwischen Innen und Aussen wird die positive Wirkung der Natur bewusst in den Alltag integriert.

Die architektonische Gesamtidee verbindet bestehende und neue Gebäude zu einer klar gegliederten, menschlich massstäblichen Anlage, die sich sensibel in Landschaft und Umgebung einfügt. Der Aussenraum wird als therapeutisch wertvoller Lebensraum verstanden, der Erholung, Bewegung und Begegnung ermöglicht. So entsteht ein nachhaltiges Gesamtkonzept, das Architektur, Therapie und Lebensqualität in einer zukunftsorientierten Form vereint.